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Thema: TRAUERFEIER

TRAUERFEIER

Trauerfeier_250.jpg Grundsätzlich wird von einer "weltlichen Trauerfeier" oder "keiner Feier" gesprochen.

Auf einer weltlichen Trauerfeier wird auf religiöse Gestaltungsmerkmale verzichtet, hauptsächlich geht es um das Leben des Verstorbenen, seine Persönlichkeit und seine Besonderheiten. Die Trauerrede gehört deshalb zu dem wichtigsten Element der Trauerfeier.

Der Trauerredner erarbeitet zusammen mit den Hinterbliebenen die Trauerrede, sie erzählt vom Leben und Sterben des Toten. Bei einer sogenannten "Verabschiedung" wird neben

besonderen Worten, der Name des Toten genannt, sein Geburts- und Sterbedatum, freie Symbole wie z.B. Musik, Fotos und gemalte Bilder, geliebte Düfte, Gesten, sogar Luftballons oder kleine Basteleien können mitgebracht werden.

Traueredner und Trauerhalle: Ist der Verstorbene nicht in der Kirche, muss ein Trauerredner organisiert werden: ab 70 Euro. Die Nutzung der Trauerhalle: ca. 170 Euro. Die weltliche Trauerfeier beruht auf die Kirchenaustrittsbewegung im 19. Jahrhundert, für die Religion ist sei keine Konkurrenz, sondern erfüllt die Bedürfnisse jeder Gesellschaft und der verschiedensten Menschen. Die schlichte Bestattung ohne zeremonielle Gedanken nennt man ganz einfach "Keine Feier".

Leichenschmaus:

Unter Leichenschmaus versteht sich das gemeinschaftliche Essen oder Kaffeetrinken der Trauergäste unmittelbar nach einer Beerdigung. Die Familie des Verstorbenen richtet diese Feier oft für den engsten Kreis der Hinterbliebenen aus. Diese Sitte war bereits in vorgeschichtlicher Zeit bekannt.

Je nach Sprachgebrauch wird von Flannerts, Leidessen, Leichenmahl, Raue, Trauerbrot, Tröster, Umtrunk, Reuessen oder Kremess gesprochen.

Das gemeinsame Essen soll den Hinterbliebenen signalisieren, dass das Leben weitergeht und der Tod nur eine Station des irdischen Lebens darstellt.

Das Erzählen von Anekdoten erinnert an die schönen Zeiten des Verstorbenen und soll so die unmittelbaren und oft schmerzhaften Erinnerungen an die Zeit kurz vor dem Tode verdrängen (z. B. im Fall einer längeren Krankheit).

Der Leichenschmaus kann daher helfen, Abstand vom traurigen Anlass zu gewinnen und wieder eine gewisse Normalität zu erreichen. Die dabei oft entstehende Heiterkeit kann helfen wieder positivere Gedanken fassen zu lassen.

Durch die Einladung zu einem gemeinsamen Essen wird die Gelegenheit zu Gegenbesuchen und Gegeneinladungen geboten und somit eine Brücke hinaus aus der Einsamkeit geschaffen.

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