Thema: PFLEGE / ALTENPFLEGE
Pflege
10.09.2009
(Anja Lübben)- Fragen? Anregungen? » (KONTAKT)
- Artikel weiterempfehlen? » (WEITEREMPFEHLEN)
PFLEGE / ALTENPFLEGE
In unserer Bevölkerung gibt es immer mehr alte Menschen, was auch der hervorragenden medizinischen
Versorgung zu verdanken ist. Trotz dieser guten Versorgung nehmen bei alten Menschen geistige und
körperliche Fähigkeiten ab, auch das soziale Verhalten ändert sich. Dennoch soll das Leben lebenswert bleiben.
So nehmen immer mehr Menschen professionelle Pflege in Anspruch. Neben der Erhaltung der Lebensqualität besteht
das Hauptziel der Pflege darin, dass bedürftige Menschen so weit es geht ihr Selbstständigkeit und Selbstpflege
erhalten können.
Jedoch nehmen nicht nur alte Menschen Pflege in Anspruch, auch Jüngere können durch Unfälle oder Krankheiten
in die Lage geraten, dass sie Hilfe von außen annehmen müssen.
In Deutschland werden pflegebedürftige Menschen größtenteils von Angehörigen zu Hause betreut. Für
die meisten Menschen ist es sehr wichtig, in einer gewohnten Umgebung zu bleiben und von Vertrauten
umgeben zu sein. Für die Pflegenden ist dies aber auch eine große psychische und physische Belastung.
Das Verhältnis zwischen dem Hilfsbedürftigen und dem Helfenden ist ein ganz besonderes, häufig
vertauschen sich die Rollen zwischen Eltern und Kindern.
Daher ist es sehr sinnvoll, wenn pflegende Angehörige durch professionelle Kräfte unterstützt
werden. Dies ist die Aufgabe von ambulanten Pflegediensten. Wichtig sind aber auch ergänzende
Komponenten wie Nachbarschaftshilfe, "Essen auf Rädern" oder Beratung durch Sozialarbeiter.
Intensivere und dauerhafte Pflege kann in stationären Einrichtungen geleistet werden, wie
z. B. in Pflege- oder Altenheimen. Wenn eine kurzzeitige Entlastung der Angehörigen nötig
ist, ist auch die vorübergehende stationäre Aufnahme möglich in einer sog. Kurzzeitpflege.
Weitere Formen der Pflege sind betreutes Wohnen oder Mehrgenerationenhäuser, aber auch
Hospize für die Sterbebegleitung.
Die Finanzierung der Pflege wird in Deutschland durch die Pflegeversicherung geleistet.
Dabei wird die Höhe der Leistungen durch die drei Pflegestufen festgelegt. In welche
dieser Stufen der Bedürftige eingeordnet wird, legt der medizinische Dienst der Krankenkassen
(MDK) fest. Trotzdem werden nicht zwangsläufig alle Kosten der Pflege durch die Versicherung
gedeckt, so dass Pflege für Angehörige neben der psychischen und physischen auch eine
finanzielle Belastung bedeutet.
Der Beruf des Altenpflegers/der Altenpflegerin ist aus der Krankenpflege hervorgegangen.
Die Ausbildung zum Altenpfleger/zur Altenpflegerin ist seit 2003 gesetzlich geregelt.
Da in diesem Bereich jedoch sehr viele Menschen arbeiten, die keine entsprechende Ausbildung
wahrgenommen haben, wurde ebenfalls festgelegt, dass in stationären Einrichtungen eine
Fachkraftquote von mind. 50 Prozent eingehalten wird.
Die Pflege von kranken und alten Menschen wird immer dann zu einem sensiblen Thema, wenn
der Betroffene nicht mehr in ausreichendem Maße über sich selbst bestimmen kann.
Wenn ein
Mensch intensiv gepflegt werden muss, kann dies einen tiefen Eingriff in seine intimsten
und persönlichsten Bereiche bedeuten.
So weit wie möglich sollte hier immer der Wille des Gepflegten und ggf. der Angehörigen respektiert werden.
Da jeder von uns älter wird und die Wahrscheinlichkeit groß ist, selbst in die Situation
zu kommen, gepflegt werden zu müssen, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit diesem
schwierigen Thema auseinanderzusetzen und möglichst rechtzeitig und ausreichend vorzusorgen.
Weiterführende Informationen zum Thema:
» HANSA SENIORENHEIME
» BETREUUNGSVERFÜGUNG
» BESTATTUNGSVERFÜGUNG
» VORSORGEVOLLMACHT
» KONTOVOLLMACHT
» HOSPIZ
» STERBEGELDVERSICHERUNG
» VERSICHERUNGEN
» TESTAMENT
ZURÜCK zur Themenübersicht

