Thema: NATURBESTATTUNG
Bestattung
07.07.2009
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NATURBESTATTUNG
Baumbestattung
Die Idee der Baumbestattung ist, die Asche Verstorbener in die Wurzeln eines Baumes in so genannten Friedwäldern / Friedwald® einzubetten.
Seit ca. 2001 wird die neue Bestattungsart auf ca. 34 Friedwäldern / Friedwald® auch in Deutschland praktiziert. Während in der Schweiz die Asche direkt an den Wurzeln verstreut wird, bettet man in Deutschland biologisch abbaubare Urnen in die Wurzeln ein. (in 3 Meter Umkreis, damit die Wurzeln nicht beschädigt werden)
Ein Basisplatz kostet derzeit 490 Euro plus 225 Euro Beisetzungskosten. Mehr Infos unter: Friedwald®
Eine ganze Familie kann Platz bei einem Baum finden. Er wird mit einer Plakette versehen und seine Lage in einem Register festgehalten. Durch eine Eintragung im Grundbuch kann er bis zu 99 Jahre gegen Abholzung geschützt werden.
Wer möchte, kann eine Plakette mit Namen des Verstorbenen und eventuell ein Symbol oder einen Spruch anbringen lassen, vorgeschrieben ist dieses allerdings nicht.
Rund 770 Euro kostet die Beisetzung unter einem Gemeinschaftsbaum mit bis zu zehn Personen, für die Grabnutzung und eine Plakette am Baum. Die Beisetzung der Urne wird mit 29 Euro berechnet. Ein Einzelbaum für eine Familie kostet je nach Baumqualität von 3350 bis 7000 Euro. Hier kostet die Beisetzung ab der dritten Urne 175 Euro.
Die Nutzung der Grabstellen wird 99 Jahre lang gewährt. Die Möglichkeit der Aschenbeisetzung in einem Friedwald® gibt es jetzt auch in Nordrhein-Westfalen, Baden Württemberg, Niedersachsen und im Saarland.
Friedpark
Seit etwa drei Jahren haben etliche Städte die Idee der Baumbestattung aufgenommen und bieten sie in "Waldgebieten" auf ihren Friedhöfen an.
Auch hier benutzt man eine biologisch abbaubare Urne und setzt sie den Baumwurzeln bei.
Einige Friedhöfe wagen den Kompromiss zwischen der traditionellen und der modernen, völlig Natur belassenen Grabstelle, indem sie Körperbestattungen unter Bäumen anbieten. Die Namensnennung ist auch hier mit einer kleinen Plakette am Baum, aber auch über ein zentrales Denkmal möglich.
Die Friedparkgebühren entsprechen in etwa denen für eine Erd- oder Urnenbestattung in einem Reihengrab.
Es entstehen Kosten von 600 Euro bis 3000 Euro für die Grabnutzung, dazu kommen die örtlichen Beisetzungsgebühren. Auch im Friedpark gibt es Gemeinschaftsbäume und Einzelbäume. Das Grab kann im Rahmen der üblichen Laufzeiten von 20 bis 30 Jahren genutzt werden.
Ruheforst
Hier ist die Ausstreuung der Asche im Beisein der Angehörigen oder anonym, auf einer bestimmten Fläche auf dem Friedhofsgelände möglich.
Das Verstreuungsgelände ist gekennzeichnet, Gedenktafeln sind nicht üblich. In einigen Bundesländern ist diese Bestattungsart nur mit einer Verfügung möglich und muss von der jeweiligen Kommune bewilligt werden. Voraussetzung ist, dass der Ort der Verstreuung dauerhaft öffentlich zugänglich ist und seine Nutzung die Totenwürde nicht beeinträchtigt.
DETAILIIERTE INFORMATIONEN zum Thema Friedwald® erhalten Sie im Internet unter:
www.friedw.de
Weiterführende Informationen zum Thema: Bestattung
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