GLAUBEN / RELIGION
Christentum
Das Begräbnis von Jesus ist das Vorbild für die Besattung von Christen. Über Jahrhunderte war ausschließlich die Körperbestattung in einem Erbgrab erlaubt. Auch wenn die Feuerbestattung von den Kirchen längst akzeptiert wird, gilt die Erdbestattung immer noch als angemessener. Im Mittelpunkt der Trauerfeier stehen die Verkündigung der Auferstehungs- botschaft und die Begleitung des Verstorbenen.
Islam
Nach rituellen Waschungen und Gebeten soll der Verstorbene umgehend beerdigt werden. Dazu wird der Leichnam in Tücher gewickelt und seitlich in die Erde gelegt. Sein Gesicht blickt nach Mekka. In Deutschland müssen Muslime im Sarg beerdigt werden. Es gibt aber schon Ausnahmen. Auch richten immer mehr Friedhöfe islamische Abteilungen ein, da Muslime nicht unter Ungläubigen oder Angehörigen anderer Religionen bestattet werden dürfen.
Judentum
Die Bestattung ist vor allem im orthodoxen Judentum streng geregelt. Tote werden unter Lesung von Psalmen bewacht. Nach der rituellen Waschung wird der Leichnam in einen schlichten Sarg gebettet. Die Bestattung ist einfach ohne Kränze und Blumen. Jeglicher Pomp ist untersagt. Auf jüdischen Friedhöfen gilt das ewige Ruherecht. Gräber werden weitgehend sich selbst und der Natur überlassen. Bei Besuchen legt man keine Blumen, sondern kleine Steine auf den Grabstein.

