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Thema: DEPRESSIONEN

DEPRESSIONEN - Diagnose

Depression / Angst Beim Verdacht auf Depressionen oder krankhafte Ängste sollte man sich unverzüglich zum Arzt begeben. In der Regel ist das zunächst mal der Hausarzt. Bei Verdacht auf eine psychische Krankheit wird der Hausarzt eine Überweisung zum Facharzt ausstellen.

Der Arzt führt in erster Linie ein Gespräch. Dabei ist es wichtig, möglichst offen zu sein – auch wenn das verständlicherweise schwer fällt. Wenn der Arzt jedoch nicht genauestens erfährt, unter welchen Symptomen man leidet, erschwert das nur unnötig die Diagnose. Hilfreich kann sein, sich vorher Notizen zu machen, um keine Punkte zu vergessen.

Folgende Fragen könnte der Arzt stellen:

  • Ist die Stimmung gedrückt/ fühlen Sie sich niedergeschlagen oder verzweifelt?
  • Fühlen Sie sich verunsichert und ängstlich?
  • Können Sie noch Freude empfinden oder haben Sie das Interesse an allem verloren?
  • Neigen Sie zu vermehrtem Grübeln? Sind Sie oft besorgt?
  • Haben Sie körperliche Beschwerden? (Kopfschmerzen/andere Schmerzen, Druckgefühle in der Brust, Verspannungen, Verstopfung...)
  • Wie ist der Appetit? Haben Sie an Gewicht verloren?
  • Können Sie gut schlafen?
  • Funktioniert die Sexualität?
  • Haben Sie lebensmüde Gedanken oder Suizidgedanken?

Neben dem Gespräch wird der Arzt auch eine körperliche Untersuchung vornehmen, besonders, wenn man überwiegend über körperliche Symptome klagen. Wahrscheinlich ist, dass der Arzt Blut abnimmt, um die Schilddrüsenwerte kontrollieren zu können. Beim Facharzt wird oft auch ein EEG gemacht, mit dem die Gehirnströme gemessen werden (ähnlich dem EKG für die Herzströme).

Hat der Arzt eine Depression oder Angststörung diagnostiziert, muss die weitere Behandlung besprochen werden. Meistens wird in Absprache mit dem Patienten ein Antidepressivum verschrieben und eine Psychotherapie empfohlen. In regelmäßigen Abständen sollte man den Arzt immer wieder aufsuchen, um die Behandlungserfolge zu überprüfen und eine eventuelle Anpassung der behandelnden Maßnahmen.

Manchmal kommt der Betroffene an einen Punkt, an dem er überlegt, ob eine ambulante Therapie noch ausreichend ist, oder ob eine stationäre Aufnahme notwendig ist. Dabei sollte man sich frei machen von Vorurteilen. Psychiatrische und psychosomatische Kliniken haben nichts gemein mit dem in den Medien dargestellten Bild. In der Regel kann man sich frei bewegen, wird nicht eingeschlossen und auch keiner Gehirnwäsche unterzogen. Viele psychiatrische Stationen haben nicht mal mehr den typischen Krankenhauscharakter.

Verschiedene Gründe können es sinnvoll machen, eine Therapie stationär durchzuführen. Wenn Medikamente oder eine ambulante Therapie nicht anschlagen und keine Besserung in Sicht ist, wenn der Tagesablauf sehr stark eingeschränkt ist und man nicht mehr richtig für sich selbst sorgen kann, oder wenn sehr quälende Suizidgedanken auftreten und eine akute Gefahr besteht, sind das Gründe für eine stationäre Einweisung. Diese Punkte sollte man offen mit seinem Arzt oder Therapeuten besprechen, der professionell beurteilen kann, ob eine stationäre Therapie notwendig ist.



Weiterführende Informationen zum Thema:

» DEPRESSIONEN - Einführung
» DEPRESSIONEN - Verschiedene Formen
» DEPRESSIONEN - Symptome
» DEPRESSIONEN - Ursachen
» DEPRESSIONEN - Behandlung
» DEPRESSIONEN - Psychotherapie
» ANGST - Einführung
» ANGST - Soziale Phobie
» DEPRESSIONEN / ANGST - Diagnose




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