Thema: DEPRESSIONEN
Depression
12.08.2009
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DEPRESSION
Depressive Störungen gehören zu den häufigsten seelischen Störungen überhaupt. Im alltäglichen Sprachgebrauch
hört man häufig, dass jemand „deprimiert“ oder sogar „depressiv“ ist.
Schlechte Laune hat
jeder Mensch zeitweise.
Ein vorübergehendes Stimmungstief mit einem Gefühl von Niedergeschlagenheit,
Traurigkeit, Verzweiflung nach negativen Erfahrungen ist normal.
Wird die Stimmung aber auch nach erfreulichen Ereignissen nicht wieder besser, sind Gedanken
und Gefühle über längere Zeit beeinträchtigt, kann es sich um eine ernstzunehmende medizinische
Erkrankung handeln, die auch lebensbedrohlich werden kann.
Wird die Erkrankung rechtzeitig
erkannt und der Betroffene sucht sich Hilfe, ist eine Depression sehr gut behandelbar.
Mit Medikamenten und Psychotherapie kann die Depression zurückgedrängt werden, auch wenn
dies manchmal einige Zeit in Anspruch nimmt. Es gilt der Grundsatz, dass die Depression
umso besser behandelbar ist, je früher man sich in professionelle Behandlung begibt.
Das Wort Depression leitet sich ab vom lateinischen "deprimere", was soviel heißt wie
"herunterdrücken". Der entsprechende Ausdruck aus dem Griechischen lautet "Melancholie".
Bei Depressionen liegt eine Erkrankung der Gefühlswelt vor, der Fachbegriff dafür lautet
"affektive" Störung.
Die Depressionen schlagen sich jedoch nicht nur in den Gefühlen wieder,
sondern beeinflussen alle Bereiche des Lebens. Der gesamte Mensch ist beeinträchtigt in
seinem Empfinden, Denken, seiner Stimmung und in seinen Bezügen zu sich selbst, zu
seinem Umfeld und zu seiner Zukunft.
Zu den Symptomen einer Depression gehören nicht nur tiefe Traurigkeit, sondern auch ein
Gefühl von Gefühllosigkeit und Leere, Verzweiflung, Antriebslosigkeit sowie endlose
Grübeleien. Nicht immer schlagen sich Depressionen jedoch ausschließlich in der Gefühlswelt
und im Empfinden des Betroffenen wieder.
Oft macht sich eine Depression nur anhand von
körperlichen Symptomen bemerkbar wie z. B. durch Schmerzen jeglicher
Art, Appetitverlust, Druck auf der Brust, Verspannungen, Atemprobleme,
Verdauungsprobleme oder Schlafstörungen. Daher ist es auch für den Arzt
manchmal schwierig, beim Patienten eine Depression zu erkennen.
Die Ursachen einer Depression können sehr vielfältig sein. Selten gibt es einen einzelnen,
benennbaren Grund. Häufig liegt eine genetische Vorbelastung vor, eine gewisse „Verwundbarkeit“.
Wenn dann noch im Laufe des Lebens belastende Umstände hinzukommen, reicht manchmal ein kleines
Ereignis aus, um das Fass zum Überlaufen zu bringen und die Depression ausbrechen zu lassen.
Früher ging man von rein körperlich verursachten oder rein psychisch verursachten Depressionen
aus und trennte zwischen entsprechenden Formen der Krankheit. Heutzutage geht man davon aus,
dass sich die körperlichen und psychischen Vorgänge gegenseitig beeinflussen, so dass auch bei
der Behandlung beide Faktoren beachtet werden.
Aus der biologischen Sicht ist bei einer Depression der Stoffwechsel im Gehirn beeinflusst.
Die Botenstoffe, die für die Übertragung der Reize von Nervenzelle zu Nervenzelle verantwortlich
sind, sind aus dem Gleichgewicht geraten. Gerade hier lässt sich mit Antidepressiva gut
ansetzen, die im Gegensatz zu vielen Vorurteilen weder abhängig machen noch die Persönlichkeit verändern.
Aber auch durch Psychotherapie wird das Gleichgewicht der Botenstoffe im Gehirn wieder hergestellt.
Die Wahrscheinlichkeit, ein Mal im Leben depressiv zu werden, liegt bei Männern bei 8 bis 12% und bei
Frauen bei 20 bis 25%. Depressionen kommen in allen Altersgruppen vor. Depressiv zu sein,
bedeutet nicht, geisteskrank zu sein. Es kann jeden treffen. Dennoch gibt es auch heutzutage
noch sehr viele Vorurteile gegenüber dieser Krankheit. Mit Aufklärung und Information können
diese ausgeräumt werden, so dass es sich bei Depressionen nicht länger um ein Tabuthema handelt.
Weiterführende Informationen zum Thema:
» DEPRESSIONEN - Einführung
» DEPRESSIONEN - Verschiedene Formen
» DEPRESSIONEN - Symptome
» DEPRESSIONEN - Ursachen
» DEPRESSIONEN - Behandlung
» DEPRESSIONEN - Psychotherapie
» ANGST - Einführung
» ANGST - Soziale Phobie
» DEPRESSIONEN / ANGST - Diagnose
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