Thema: ANGST / ÄNGSTE
Angst
12.08.2009
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Angst / Ängste
Angst ist evolutionsgeschichtlich gesehen sinnvoll und hilfreich, denn sie warnt vor Gefahren und schützt
durch angemessene Reaktion (Flucht) vor deren Folgen.
Als krankhaft kann man Ängste erst bezeichnen, wenn sie unkontrollierbar und unbegründet sind und
das Leben des Betroffenen so stark beeinflussen, dass ein hoher Leidensdruck entsteht.
Angst ist zunächst ein grundlegendes und normales Gefühl, genau wie Wut, Freude oder Traurigkeit.
Sie äußert sich in Gedanken, in körperlichen Symptomen und in entsprechenden Verhaltensweisen.
Krankhafte Angst wird als extrem unangenehm und bedrohlich empfunden, ist aber trotz der körperlichen
Reaktion keinesfalls gefährlich. Zu den körperlichen Symptomen zählen Schweißausbrüche, Zittern,
Schwindel, Benommenheit, Herzrasen, Atemnot, Hyperventilation, flaues Gefühl im Magen, Durchfall,
Schwächegefühl, Taubheit oder Kribbelgefühl und einiges mehr.
Dies kann sich so weit steigern, dass der Betroffene eine Panikattacke erleidet, in der er das Gefühl
hat, sterben zu müssen. Natürlich versucht man sich dann, aus der entsprechenden Situation zu entfernen.
Oft wird aber auch der Notarzt gerufen, weil der Betroffene glaubt, einen Herzinfarkt oder ähnliches zu
erleiden.
Es gibt viele verschiedene Formen von Angst. Es gibt sehr spezifische Phobien, die sich auf bestimmte
Gegenstände, Tier oder Situationen beziehen (Spinnenphobie, Angst vor dem Erbrechen).
Es gibt jedoch auch Ängste, die sich „generalisieren“, nicht mehr auf bestimmte Situationen bezogen
sind und allgegenwärtig werden. Besonders schwere Anfälle von Ängsten bezeichnet man als Panikattacken.
Ängste sind oft verbunden mit weiteren psychischen Störungen wie Depressionen oder Zwängen. Auch kommt
es oft zu Begleiterkrankungen wie Medikamenten- oder Alkoholabhängigkeit.
Angsterkrankungen sind weit verbreitet, sie treten bei ca. 13% aller Erwachsenen auf, bei Jugendlichen
noch häufiger. 10% aller Menschen leiden so stark unter Angst, dass es zu Vermeidungsverhalten führt,
zu ausgeprägtem Leiden und die Betroffenen können Ihrem Alltag nicht mehr uneingeschränkt nachgehen.
Nur etwa ein Drittel der Betroffenen suchen Hilfe bei Ärzten oder Therapeuten. Aus Scham wird oft nicht
über Ängste gesprochen. Gehen die Betroffenen dann schließlich doch zum Arzt oder Therapeuten, ist das
aufgrund der Komplikationen, die auftreten. Denn steigert sich die tägliche Angst bis hin zu Panikattacken,
ist ein normales Leben in Familie und Beruf völlig unmöglich. Selbst das Verlassen der Wohnung kann zu
rasenden Angstzuständen führen.
Dabei können Angsterkrankungen gut behandelt werden, in der Regel mit einer Kombination aus kognitiver
Verhaltenstherapie und Konfrontationstherapie.
Auch mit Medikamenten kann den Betroffenen geholfen werden. Je früher man mit der Behandlung beginnt,
desto besser ist die Angst in den Griff zu bekommen.
Weiterführende Informationen zum Thema:
» ANGST - Einführung
» ANGST - Formen
» ANGST - Symptome
» ANGST - Soziale Phobie
» DEPRESSIONEN - Einführung
» DEPRESSIONEN - Symptome
» DEPRESSIONEN / ANGST - Diagnose
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